Ausgangssituation

In vielen Ausbildungsstätten Deutschlands nehmen die Auszubildenden des 1. Ausbildungsjahres nach einer ersten Orientierungswoche im Betrieb an einem (sozialpädagogischen) Seminar / Training teil, bei dem das gegenseitige Kennenlernen und die Softskills der Teilnehmer im Fokus stehen. Gruppenfindungsprozesse werden im Rahmen der Veranstaltung angestoßen und deren Weiterentwicklung gefördert. Die Auszubildenden werden von den zuständigen Ausbildern und ggf. vom Ausbildungsleiter begleitet. Partiell nehmen auch der Betriebsrat und die Jugendauszubildendenvertretung teil.

Eine Vielzahl von Unternehmen setzt inhaltlich auf ein erlebnispädagogisches Konzept Outdoor im ausgewogenen Wechsel mit Indooreinheiten - oftmals werden auch betriebsinterne Themen im Rahmen der Veranstaltung bearbeitet.
Aus zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Ausbildungsleitern haben wir folgende Anforderungen abgeleitet, auf deren Basis das nachfolgende Angebot erstellt wurde:

Ein Azubiseminar soll abwechslungsreich gestaltet sein und die Programmpunkte sollen sich ergänzen bzw. flexibel miteinander verknüpft werden. Interessant ist ein geographischen Standort, der die Durchführung vieler verschiedener natursportlicher Aktivitäten bei kurzen Wegen gewährleistet. Idealerweise mit günstigen Witterungsbedingungen für die Outdooraktivitäten im September. Gern möchten die Ausbildungsleiter auch die Attraktivität des Seminars nutzen, um für ihr Unternehmen und die Ausbildung zu werben, um die Zielgruppe „potenzielle Bewerber" besser zu erreichen. Der Markt wird von vielen Firmen stark beworben (Jobmesse etc.), da es derzeit eine Vielzahl an guten Ausbildungsplätzen, aber zu wenig in Frage kommende Bewerber mit guten bis sehr guten Leistungen gibt. Viele Ausbildungsstätten möchten Bewerber über den durchschnittlichen Leistungsstand für eine Ausbildung bei sich begeistern. Ziel ist es, sich mit einem überzeugendem Konzept von anderen Firmen / Unternehmen abzuheben.

Die Ausbildungsleiter verschiedener Unternehmen und Organisationen gehen davon aus, dass ein attraktives Angebot an individuell gestaltbaren Modulen in der Ausbildung wie Seminare, Schulungen, Projekte, Messe- oder Werksbesuche die Attraktivität des Ausbildungsplatzes für Bewerber signifikant erhöhen kann. Für das Azubitraining kommt ein regionaler Standort ebenso in Frage wie ein mediterraner in Europa. Ein Standort in Ausbildungsplatznähe kann die Vorzüge der Region wie Freizeitwert, Infrastruktur u.ä. vermitteln und Ausblick geben, dass eine Verlagerung des Lebensmittelpunktes in diese Region sehr lohnenswert ist. Ebenso können bei einem Azubitraining in Ausbildungsplatznähe Fahrtkosten eingespart und in weitere attraktive Programmbausteine investiert werden. Die Vorzüge eines Standortes im Ausland begründen sich in der landschaftlichen Attraktivität, der beständigeren Wetterlage zu dieser Jahreszeit, der Möglichkeit, Zugang zu Fremdsprachen zu bieten und klar zu signalisieren, dass die Ausbildungsstätte international bzw. europaweit sowie interkulturell ausgerichtet ist und dies auch bereits in der Ausbildung lebt/umsetzt. Mit solchen Impulsen und Anreizen kann die Öffentlichkeitsarbeit im Bewerbermanagement aktiv gestaltet und positiv beeinflusst werden.

Ein weiterer Ansatz ist das Motivations- und Belohnungsprinzip für Frühauslerner. Sehr gute Leistungen und Lernerfolge sollen belohnt und die Leistungsträger, die die Ausbildung frühzeitig beenden oder mit herausragenden Prüfungsergebnissen abschließen, honoriert werden. Gute und sehr gute Facharbeiter und angehende Führungskräfte sollen motiviert werden, nach der Ausbildung bei ihrem Ausbildungsbetrieb in Anstellung zu gehen. Im demographischen Wandel werden junge hochqualifizierte Fachkräfte für jedes Unternehmen unentbehrlich, um sich den ständig wachsenden und verändernden Anforderungen des Marktes zu stellen, die von Innovation und Technologievorsprung geprägt sind.

Die Seminare an den Standorten Südfrankreich und Gardasee können sowohl für Azubis des 1. Ausbildungsjahres als auch als Gratifikation für außerordentliche Leistungen angeboten werden. An dieser Stelle möchten wir auf den motivations- sowie spaß- und belohnungsorientierten Charakter mit pädagogischem Hintergrund hinweisen, der gezielt Bestandteil der Seminare im Ausland sein kann und dessen Zielgruppe Auszubildende sind, die z.B. ihre Prüfung sehr gut abgeschlossen haben oder die eine Stelle im Unternehmen annehmen werden, um diese für künftige Aufgaben zu motivieren. Dieses Trainingskonzept lässt sich auch auf andere Arbeitsgruppen in Unternehmen und Organisationen, z.B. als Motivationstraining oder Kick off in der Projektarbeit, adaptieren und individuell anpassen.

Zielsetzung

An dieser Stelle möchten wir unseren Kunden und Auftraggebern unser Verständnis von erlebnispädagogischer Arbeit im Seminar mit Auszubildenden vermitteln sowie mögliche Lernziele aufzeigen.

Unter Erlebnispädagogik verstehen wir eine handlungsorientierte Methode, die mit dem pädagogisch zielgerichteten Arrangement einer nicht-alltäglichen Situation arbeitet, aus der für den Einzelnen (in der Gruppe) eine Herausforderung entsteht, die ihn in einem Prozess der aktiven Auseinandersetzung Erfahrungen sammeln lässt, aus denen für den Alltag neue Einsichten, Einstellungen oder Verhaltenspotentiale erwachsen sollen. Unsere Projekte mit erlebnispädagogischen Inhalten zielen auf die Entwicklung sozialer Kompetenzen ab, die im Umgang miteinander und in der Natur ausprobiert, erlebt und geübt werden. Erlebnispädagogik ist Persönlichkeitsbildung.

Hauptziele können sein:

  • Gegenseitiges Kennenlernen bildet die Basis für Verständnis, Akzeptanz und Toleranz.
  • Selbstvertrauen stärken
  • Kommunikations- und Kooperationsfähigkeit schulen
  • Konfliktfähigkeit trainieren
  • (Eigen-)Verantwortung übernehmen
  • Eigeninitiative entwickeln
  • Ausdauervermögen stärken
  • Problemlösungsverhalten trainieren
  • Kreativität erleben
  • Vertrauen aufbauen und geben lernen
  • Sorgsamkeit gegenüber Mitmenschen und Natur üben
  • Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme üben
  • Selbstreflexion üben
  • Handlungsfähigkeit trainieren
  • Annahme von Herausforderungen üben
  • Lernprinzipien der Erlebnispädagogik, die zur Handlungsorientierung dienen, sind:
  • Herausforderung und Grenzerfahrung
  • Nicht-alltägliche Situationen ermöglichen neue Erfahrungen und fordern heraus.
  • Der Einzelne lernt etwas über sich und seine Rolle in der Gruppe.


Freiwilligkeit
Selbstbestimmung und Selbstverantwortung kann auf dieser Basis erlebt und trainiert werden.

Orientierung am Individuum
In einer Gruppe zählt jede einzelne Person, deren Bedürfnisse und Fähigkeiten.

Vielfalt und Ganzheitlichkeit
Jeder Mensch verfügt über kognitive, affektive, instrumentelle und soziale Fähigkeiten.
Lernchancen auf allen diesen Ebenen fordern und fördern den Menschen auf ganzheitliche Weise.

Authentizität
Erlebnisräume werden nicht nur von uns gestaltet, sondern entwickeln immer einen Ernsthaftigkeitscharakter aus der Situation heraus, der den Auszubildenden Möglichkeiten zu alternativen Handlungsstrategien eröffnet.

Gruppenselbststeuerung
Um ganzheitlich und miteinander lernen zu können, sind die gemeinsamen Entscheidungen in der Gruppe von großer Bedeutung. Hier kann Verantwortungsübernahme, Initiative, Rücksichtnahme, Toleranz, Zusammenarbeit, Kommunikation und Konfliktlösung geübt werden. Wir gestalten in den EP-Projekten Settings, die Soziales Lernen ermöglichen. Wir gestalten den Raum, in dem die erlebnispädagogischen Aktionen stattfinden, wir wenden verschiedene Lernmethoden an und arbeiten mit erfahrenen Trainern zusammen, die jede Aktivität durch ihre Persönlichkeit bereichern.

Wir haben aus jahrelangen Erfahrungen heraus die Erlebnisräume Südfrankreich, Gardasee, Fränkische Schweiz, Schwäbische Alb und Schwarzwald für EP-Projekte ausgewählt, erschlossen, einen angemessen Zeitrahmen und inhaltlichen Programmablauf entwickelt, der sich bewährt hat, wie uns auch die Rückmeldung unserer Kunden immer wieder bestätigt.

Unsere Kompetenzen umfassen die Hard skills - die sicherungstechnischen Kompetenzen, d.h. alle fachsportlichen Qualifikationen sowie das Wissen bezüglich objektiver und physischer Sicherheit (Seilkunde, Wetterlage, Orientierung, Wissen zum Gelände, Wasser-, Gebirgsverhältnisse u.v.m.).

Unsere Soft skills umfassen alle methodischen Kompetenzen. Das bedeutet, dass wir die entsprechenden Aktivitäten individuell auf die Gruppe ausgerichtet auswählen und anleiten, d.h. jeder Auszubildende bzw. die Gruppe erhält eine ausführliche Einweisung.

Auf der Ebene der Meta skills begleiten wir die Gruppe, in dem wir die psychische Sicherheit gewährleisten, Reflexionsanleitung und -begleitung bieten sowie über das Wissen zum Anstoßen und Steuern von sozialen Prozessen verfügen. Unsere jahrelange Arbeit mit Gruppen stellt hierbei eine breite Basis, z.B. Leitung und Arbeit an ehemaligen Outward Bound Standorten in Deutschland.

Wir begleiten seit 1998 die Ausbildung verschiedener Firmen mit unseren EP-Maßnahmen Indoor und Outdoor. Das von unserem Kooperationspartner Prof. Hans-Jochen Wagner entwickelte Patenmodell in der Lehrlingsausbildung brachte der WMF AG den Innovationspreis der IHK Stuttgart ein. Auch für Siemens, Memminger IRO Dornstetten, VB Baden-Baden, Tesa GmbH und andere Unternehmen sind wir im Bereich Ausbildung regelmäßig tätig.

Qualität zahlt sich aus
Unser Unternehmen setzt auf Nachhaltigkeit und Qualität, die sich bei uns wie folgt erkennen lässt:
All unsere Veranstaltungen werden durch qualifizierte Trainer professionell angeleitet. Unser Team setzt sich aus staatlich geprüften Bergführern, Profi-Bergsteigern, Weltklasse-Kletterern, Olympioniken aus den Bereichen Wasser- und Wintersport sowie Diplompsychologen und -pädagogen zusammen. Im Freistaat Bayern sowie in zahlreichen anderen Bundesländern und europäischen Nachbarstaaten wie Österreich, Frankreich, Schweiz, ist die Durchführung von Natursportaktivitäten wie mobile Seilaufbauten, Klettern, Höhlenbegehung, Kanufahren oder Canyoning nur durch zertifiziertes Fachpersonal zulässig. Viele Anbieter bewegen sich mit Angebot und Qualifikation oft im Graubereich der Zulässigkeit oder dürfen nur standardisierte Aktivitäten an fix vorgeschriebenen Standorten durchführen, so dass ein flexibles Eingehen auf Kundenwünsche unmöglich ist.

Unsere Trainer können an allen Standorten weltweit tätig werden, da sie über die entsprechenden Qualifikationen verfügen. Wir selbst verfügen über eine umfassende Veranstalterhaftpflicht, die für all unsere Trainer gilt. Aufgrund unserer ausgezeichneten Dienstleistung seit über 15 Jahren musste diese jedoch noch nie in Anspruch genommen werden. Des weiteren vermitteln wir Erfahrungslernen, dass durch Lebens- und Berufserfahrung sowie die individuelle Persönlichkeit des jeweiligen Trainers getragen wird. Unsere Trainer verfügen über abgeschlossenen Bildungswege und Praxiserfahrung - vom Beruf bis zur Expedition. Wir vermitteln Inhalte, in denen wir zu Hause sind. Unsere Firma bietet alles aus einer Hand. Wir planen, gestalten und führen aus. Wir bieten gleichbleibend hohe Qualität in all unseren Dienstleistungen.

Unser Material wird regelmäßig erneuert. Wir verfügen über modernste zertifizierte, genormte und TÜV-geprüfte Sportausrüstungen, die auch in Wettkämpfen zum Einsatz kommt. So beugen wir auch möglichen Krankheitsausfällen nach einem Training vor. Z.B. werden alle Teilnehmer bei der Aktivität Floßbau mit hochwertigen Neoprenanzügen ausgestattet.

Wir richten uns nach unserem Kunden - von der Unterkunft bis zum Programmwunsch
An einem Training sollte freiwillig und motiviert teilgenommen werden. Großen Einfluss darauf nehmen die vorherrschenden Rahmenbedingungen. Wir bieten Ihnen verschiedene Niveaus in der Unterbringung und Verpflegung bei einem fairen Preis-Leistungs-Verhältnis. Bei jährlich wiederkehrenden Veranstaltungen gestalten wir das Programm für regelmäßige Teilnehmer gern abwechslungsreich, so dass auch neue Programmpunkte wie Klettersteig, Canyoning, Kanufahren oder die Führung durch ein touristisch nicht erschlossene Höhle hinzu kommen. Interaktive Teamübungen leiten wir nicht nach Standard an. Wie verfügen über ein umfangreiches Repertoire sowie das dafür erforderliche Material, so dass „Schema-F-Abläufe" vermieden werden.

Gern vermitteln wir Ihnen Eindrücke aus unseren Trainings in einem persönlichen Gesprächstermin einschließlich Präsentation, Fotos und Kurzfilm. In diesem Zusammenhang können wir Ihre Fragen und Anmerkungen direkt aufgreifen und beantworten, die einzelnen Programmpunkte wie Canyoning oder Klettersteig näher erläutern sowie Bildmaterial zu den einzelnen Unterkünften zur Verfügung stellen.